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28.06.2018,  20:00 Uhr  im DAI Heidelberg

Die neue Seidenstraße: One Belt, One Road
Liegt unsere Zukunft im Osten?

Vortrag von Marcus Hernig

Im Osten ist Zukunft Staatsprogramm. Visionen gehören zum Kerngeschäft der Kommunistischen Partei Chinas. Das ehrgeizigste Projekt der Zukunft heißt seit 2013 „One Belt-One Road“ (OBOR). Das Projekt ist fast so alt wie das vereinte China: Vor über 2000 Jahre waren Rom und China – Europa und Fernost – bereits verbunden.Die Chinesen planen neue Lösungen auf alten Wegen, Deutschland ist zusammen mit den Niederlanden der westliche Endpunkt von OBOR, des neuen Hansebundes unserer Zeit. Duisburg könnte als OBOR-Stadt zum neuen Star unter den deutschen Städten werden.Und das alles mit viel chinesischem Kapital, Manpower und Selbstvertrauen – ohne demokratische oder sonst dem westlichen Denken angenehme Voraussetzungen. Ist OBOR eher eine Gefahr oder eine Chance auf eine neue vernetzte Welt? Welche besonderen Chancen bestehen für Deutschland?

Eine Kooperation der China-Initiative Heidelberg e. V. mit dem DAI

Infos und Kartenverkauf unter: https://dai-heidelberg.de/de/veranstaltungen/marcus-hernig-2-19507/ ; Mitglieder der China-Initiative erhalten ermäßigten Eintritt!




05.07.2018 19:30 Uhr, Teehaus im Luisenpark Mannheim


AUGUSTIN OLBERT S.V.D.:  BISCHOF VON QINGDAO

Bildvortrag von Dr. Sabine Hieronymus

Der aus Dossenheim (bei Heidelberg) stammende Bischof von Qingdao, Augustin Olbert S.V.D. (1895-1964) lebte von 1926 bis 1953 in der Provinz Shandong, China. Am 8. Juli 1948, also vor 70 Jahren, wurde er von Papst Pius XII zum Bischof des Bistums Tsingtao ernannt. Fotografien aus seinem Nachlass dienen der Sinologin Dr. Sabine Hieronymus als roter Faden für den Vortrag über sein Leben - mit zahlreichen Hintergrundinformationen zu Zeitgeschichte, Land und Leuten.

Eine Kooperation der China-Initiative Heidelberg e.V. mit dem Freundeskreis des Chinesischen Gartens in Mannheim.

Flyer mit Programm des Chinesischen Gartens hier als pdf


Chinesische Feiertage und Feste 2018

 


2018
Chinesisches FestMondkalenderWestlicher Kalender
Chinesisches NeujahrsfestJan.116. Februar
LaternenfestJan.152. März
Qingming Fest 5. April
DrachenbootfestMay. 518. Juni
GeisterfestJul.1525. August
MondfestAug.1524. September
Doppel-Neun-FestSep.917. Oktober




 _Film______________________________________________________________________________________

Hinweise auf Fernsehprogramme (und anderes) mit Chinabezug

unter http://termine.chinaweb.de/.

 

 _ Weblinks _________________________________________      

  • Institutionen, Vereine usw. in Heidelberg und Umgebung

China-Restaurant Asia

Chinese Hut  in HD (chinesische Webseite von Chinesen in Heidelberg)
海德堡华人之家

Deutsch-Chinesischer Verein zum Austausch von Technik und Kultur e.V.
(In Mannheim)

Förderverein für chinesische behinderte Menschen e.V. (Verein mit Sitz in Heidelberg)

John Rabe Communication Centre

Konfuzius Institut

Ostasieninstitut der FH Ludwigshafen

SHAN - Alumni-Netzwerk der Sinologie Heidelberg

Sino-Forum

Sinologisches Seminar der Universität Heidelberg

Verein der chinesischen Wissenschaftler und Studierenden in Heidelberg e.V.
海德堡中国学者学生联合会

Vereinigung Chinesischer Akademischer und Studentischer Gesellschaften in Deutschland e.V. (CASD, chinesische Seite)  

 

    • China-Informationen

Chinablätter  - chinabezogene Artikel und Verweise

chinaweb

Deutsch-Chinesisches Kulturnetz (Goethe-Institut und Robert-Bosch-Stiftung)

 

  • Chinesisch lernen
Chinesepod

Chinesischsprachkurs online von Radio China International

Leo - Chinesisch-Deutsches Wörterbuch

Direkt Sprachreisen Heidelberg

 

China-Initiative Heidelberg - Aktivitäten unserer Mitglieder:

Ausstellung in der Galerie Kasten in Mannheim mit Arbeiten unseres Vorstandsmitglieds Hildegard Illies

ab dem 2. Juli 2016  Mehr Infos hier

 

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Aus dem Vortrag von Dr. Karin Sitte beim Stammtisch der China-Initiative am 30.10.2007

 

"auch in china hat man den traum von der unsterblichkeit geträumt - und ihn begraben müssen,
wenn schon nicht unsterblichkeit, dann doch wenigstens langlebigkeit...zu diesem ziel trägt die
chinesische betrachtung der nahrungsmittel bei: essen und trinken ist teil der lebenspflege.
dazu mehr im vortrag am dienstag."

Aus der chinesischen Küche geplaudert....

 

 

 

„Morgens Ingwer, abends Rettich...“ – ist eine Redewendung aus der chinesischen Küche. Sie besagt, dass zum Frühstück wärmende Nahrung hilfreicher ist als kühlende, also besser den guten alten Porridge wählen als Yoghurt und Obst. Warum das? In der Nacht senkt sich das Yang ab, es kommt zu einer Ansammlung und Verdichtung des Stofflichen, man fühlt sich morgens etwas schwer, etwas verschwiemelt, muss erst in die Gänge kommen.

 
 

Ein warmes Getreidefrühstück gefolgt von Kaffee oder Tee bewegt, wärmt, dynamisiert und beschleunigt die hilfreichen körperlichen Prozesse, der Stoffwechsel kommt ins Laufen. Ein Frühstück, das regelmässig aus Obst und Yoghurt besteht, hat diese Wirkung nicht.

Kalte Hände und Füsse, ein starker Süsshunger und eine chaotische Verdauung zeigen an, dass die notwendigen Energien auf diese Weise nicht aufgebaut werden. 

Gegen Abend hingegen, wenn das Yang – hier stellvertretend für alle Aktivität -  zur Ruhe kommen soll, ist die absenkende Wirkung kühlender Nahrung durchaus hilfreich. Der Rettich, in der chinesischen Küche in der Regel gedünstet, steht hier für das leichte, säftespendende Essen, das um diese Tageszeit angezeigt ist.

Die Unterscheidung in kühlende und wärmende Nahrungsmittel ist uns nicht so geläufig.

Ich will in den folgenden Beiträgen einige Nahrungsmittel chinesisch betrachtet vorstellen.

Ingwer – Frische Ingwerwurzel spielt eine prominente Rolle in der chinesischen Küche, es dürfte nur wenige Mahlzeiten geben, in denen Ingwer nicht auftaucht. Erstmals erwähnt wird Ingwer in Texten zur Diätetik des 2. Jahrhunderts.   Ingwer wird beschrieben als warm und scharf, die Funktionskreise Milz, Magen und Lunge stützend, in seiner Wirkung schweisstreibend, die Poren öffnend, die „Mitte“ und die Lunge erwärmend, Übelkeit beseitigend, Husten stillend, Schleim umwandelnd, entgiftend.

(Vgl.: Engelhardt/Hempen, Chinesische Diätetik, München 1997).

 

In Fleischbrühen und Suppen kocht man gerne ein Stück Ingwerwurzel mit, auf einen Zahnstocher gespiesst, lässt es sich leicht wieder herausfischen. Wenn der Ingwergeschmack stärker durchkommen soll – etwa bei geschmorten Gerichten – empfiehlt es sich, den Ingwer zu reiben oder sehr klein zu schneiden.

Ein Stück Ingwer in die Thermoskanne mit heissem Wasser gegeben ergibt einen wärmenden Trank, u.U. so stark wärmend, dass er im Übermass genossen austrocknend wirkt. Vorsicht!

Auch bei Erkältungen ist Ingwerwasser nur in der ersten Phase des Frierens und Klapperns angezeigt; wenn die Hitze ausbricht, zu kühlenden Säften übergehen  -  und ruhen.

Rettich – Rettich kennt man hierzulande vor allem als den „Radi“ zu bayrischen Brotzeiten, er ist als kühlendes Pendant zur Erhitzung durch Biergenuss willkommen. Damit sind seine Qualitäten jedoch nicht erschöpft.

 

In der chinesischen Diätetik wird er um 650 erstmals erwähnt, er gilt als eines der wichtigsten Gemüse, man kennt ihn frisch, gedünstet, eingelegt, getrocknet, auch Blätter und Blüten werden verwendet, die Samen auch in Arzneien.

 

Rettich wird beschrieben als kühl, scharf und süss; er stützt die Funktionskreise Magen und Lunge, er wirkt Hitze kühlend, Schleim umwandeld, hustenstillend, Säfte erzeugend, diuretisch, entgiftend, Verdauungsblockaden beseitigend (vgl.: Engelhardt/Hempen, Chinesische Diätetik, München 1997).

 

Rettich kommt bei uns meist roh auf den Tisch, schmeckt aber auch ausgezeichnet als gedünstetes Gemüse, er bleibt knackig und ist gedünstet leichter verdaulich; man kann ihn gut als Gemüse in den Schmortopf geben.

Bei Husten mit zähem Schleim, Halsschmerzen und Stimmverlust ist frischer Rettichsaft mit etwas Zucker hilfreich.

Kaffee – Der Genuss von Kaffee wird in der chinesischen Diätetik keineswegs gescholten. Zwar ist Kaffee eine vergleichsweise späte Entdeckung – vermutlich um 1440 in Athiopien – und kommt in den klassischen chinesischen Schriften noch nicht vor, in den neueren jedoch wird er beschrieben: er wärmt, ist vom Geschmack her bitter; er unterstützt den Funktionskreis Herz, wirkt diuretisch, stärkt die geistigen Kräfte, löst die Giftigkeit von Alkohol (vgl.: Engelhardt/Hempen, Chinesische Diätetik, München 1997).

 

Aber auch hier gilt: es ist eine Frage der Menge, der Qualität, der Tageszeit und vor allem der momentanen individuellen Befindlichkeit, die darüber entscheidet, ob Kaffee bekömmlich ist. Ein guter Expresso nach dem Essen genossen kann die Verdauung unterstützen, und das Stück bester Schokolade gehört dazu, schon des Genusses wegen.

Expresso wie gute Schokolade enthalten hilfreiche Bitterstoffe; aus anderen Nahrungsmitteln sind Bitterstoffe inzwischen systematisch herausgezüchtet worden: Salatgurken, Endivien, Chicoree, um nur einige zu nennen.

 

Karin Sitte, Ernährungsberatung (TCM),   karinsitte@aol.com   www.karinsitte.de
China-Initiative Heidelberg e.V.