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ACHTUNG! Angesichts der derzeitigen Pandemie hat sich das DAI-Team entschlossen, bis einschließlich 19. April 2020 alle Veranstaltungen abzusagen. Aus diesem Grund muss auch der Vortrag von Marcus Hernig am 25. März  entfallen!


Vortrag von Marcus Hernig :  German Angst    ENTFÄLLT!

Das deutsch-chinesische Paradox

Mi, 25. März 2020, 20:00 Uhr im DAI (Sofienstraße 12, 69115 Heidelberg)

„German Angst“ ist ein Begriff, der in den USA entstand und mittlerweile zum Repertoire der englischen Sprache gehört. „Angst“ im Englischen bedeutet (aus dem Deutschen) „Existenzangst“. Dieses Gefühl, tief verwurzelt in der deutschen Seele, kommt stark an die Oberfläche, wenn es um China geht. Eigentlich sind die Beziehungen zu China ökonomisch sowie außenpolitisch positiv. Deutsch-chinesische Joint Ventures arbeiten gut zusammen, der deutsche Mittelstand ist in China zehnmal mehr präsent als umgekehrt. Trotzdem existiert diese „Angst vor China“.

Marcus Hernig beleuchtet das Paradox deutsch-chinesischer Beziehungen, diskutiert mögliche Ursachen und hält ein Plädoyer zum Mut, China offen, selbstbewusst und vor allem ohne Überheblichkeit entgegen zu treten.

Hernig ist promovierter Sinologe, Publizist und Buchautor. Seit 1992 lebt er vor allem in China und war mehrfach für das Goethe-Institut in Ostasien tätig.

Eine Veranstaltung des DAI in Kooperation mit der China-Initiative Heidelberg e. V.

Preise (zzgl. Gebühren) : 8 € reg, 5 € erm. 




Digitale Klangästhetik
Live-Vorführung mit Podiumsdiskussion

27. März, 19:00 - 21:00 Uhr
Ort: TANKTURM, Eppelheimer Str. 46, 69115 Heidelberg

Die Digitalisierung der Welt macht auch vor dem Bereich der Musik nicht Halt und so spielen elektronische Klänge eine immer wichtigere Rolle im Leben von Musikern und Komponisten. Ganz selbstverständlich arbeiten junge Hochschulabsolventen am PC und iPad mit Softwareanwendungen und Apps, um ihre Musik digital selbst zu „produzieren“. Das reicht von der Erschaffung eines virtuellen Sinfonieorchesters über die Bearbeitung von Klangschnipseln (Samples) bis hin zur Nachahmung von Geräuschen für Spielfilme und Werbeclips. Eine scheinbar unerschöpfliche neue Klangwelt erschließt sich ihnen.Doch wie läuft der Prozess der digitalen Klangerzeugung eigentlich in der Praxis ab? Wie designt man Sound und spielen dabei kulturelle (Vor-)Prägungen eine Rolle?

Teilnehmer:

Dong ZHOU | Multimediakomponistin (Hochschule für Musik und Theater Hamburg); Alexander F. Müller | Komponist und Sound-Designer (ehem. Center for Research in New Music an der University of Huddersfield); Martina Seeber | Freie Moderatorin und Redakteurin (WDR, SWR, Deutschlandfunk Kultur); Hannes Jedeck | Musikwissenschaftler und Sinologe (Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg)Der Eintritt ist frei.

 

Veranstalter: Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg, KlangForum Heidelberg Unterstützt durch: GCC – Global China Connection, China-Initiative Heidelberg 



Vortrag von Hannes Jedeck :  


 Convenience Society. Chinas neuer „Luxus der Mühelosigkeit“

Die rasant fortschreitende digitale Transformation der chinesischen Gesellschaft ermöglicht vielen Chines*innen einen Lebensstil, der geprägt ist von Wohlstand und Annehmlichkeiten. Grenzenlose Mobilität und eine ständige Verfügbarkeit aller Arten von Dienstleitungen, die sich bequem per Smartphone buchen und bargeldlos bezahlen lassen, gehören für sie selbstverständlich zu ihrem Alltag. Alles muss einfach, schnell, verfügbar und vor allem „convenient“ (fangbian 方便) sein.

Mit staatlicher Unterstützung entsteht so in China eine Gesellschaft, in der ein neuer „Luxus der Mühelosigkeit“ als höchster Standard angepriesen und gelebt wird – es fragt sich nur vom wem (und von wem nicht) und zu welchem Preis? 

Zeit: 22.04.2020 18:30 Uhr

Ort: Stadtbücherei Heidelberg, Kleiner Saal

Eine Veranstaltung der China-Initiative Heidelberg e.V. in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut




Chinesische Feiertage und Feste 2020

 


2020
Chinesisches FestMondkalenderWestlicher Kalender
Chinesisches Neujahrsfest1.1.25. Januar
Laternenfest15.1.8. Februar
Qingming Fest 4./5. o. 6.4.4. April
Drachenbootfest5.5.25. Juni
Geisterfest15.7.2. September
Mondfest15.8.1. Oktober
Doppel-Neun-Fest9.9.25. Oktober




 _Film______________________________________________________________________________________

Hinweise auf Fernsehprogramme (und anderes) mit Chinabezug

unter http://termine.chinaweb.de/.

 

 _ Weblinks _________________________________________      

  • Institutionen, Vereine usw. in Heidelberg und Umgebung

China-Restaurant Asia

Chinese Hut  in HD (chinesische Webseite von Chinesen in Heidelberg)
海德堡华人之家

Deutsch-Chinesischer Verein zum Austausch von Technik und Kultur e.V.
(In Mannheim)

Förderverein für chinesische behinderte Menschen e.V. (Verein mit Sitz in Heidelberg)

John Rabe Communication Centre

Konfuzius Institut

Ostasieninstitut der FH Ludwigshafen

SHAN - Alumni-Netzwerk der Sinologie Heidelberg

Sino-Forum

Sinologisches Seminar der Universität Heidelberg

Verein der chinesischen Wissenschaftler und Studierenden in Heidelberg e.V.
海德堡中国学者学生联合会

Vereinigung Chinesischer Akademischer und Studentischer Gesellschaften in Deutschland e.V. (CASD, chinesische Seite)  

 

    • China-Informationen

Chinablätter  - chinabezogene Artikel und Verweise

chinaweb

Deutsch-Chinesisches Kulturnetz (Goethe-Institut und Robert-Bosch-Stiftung)

 

  • Chinesisch lernen
Chinesepod

Chinesischsprachkurs online von Radio China International

Leo - Chinesisch-Deutsches Wörterbuch

Direkt Sprachreisen Heidelberg

 

China-Initiative Heidelberg - Aktivitäten unserer Mitglieder:

Ausstellung in der Galerie Kasten in Mannheim mit Arbeiten unseres Vorstandsmitglieds Hildegard Illies

ab dem 2. Juli 2016  Mehr Infos hier

 

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Aus dem Vortrag von Dr. Karin Sitte beim Stammtisch der China-Initiative am 30.10.2007

 

"auch in china hat man den traum von der unsterblichkeit geträumt - und ihn begraben müssen,
wenn schon nicht unsterblichkeit, dann doch wenigstens langlebigkeit...zu diesem ziel trägt die
chinesische betrachtung der nahrungsmittel bei: essen und trinken ist teil der lebenspflege.
dazu mehr im vortrag am dienstag."

Aus der chinesischen Küche geplaudert....

 

 

 

„Morgens Ingwer, abends Rettich...“ – ist eine Redewendung aus der chinesischen Küche. Sie besagt, dass zum Frühstück wärmende Nahrung hilfreicher ist als kühlende, also besser den guten alten Porridge wählen als Yoghurt und Obst. Warum das? In der Nacht senkt sich das Yang ab, es kommt zu einer Ansammlung und Verdichtung des Stofflichen, man fühlt sich morgens etwas schwer, etwas verschwiemelt, muss erst in die Gänge kommen.

 
 

Ein warmes Getreidefrühstück gefolgt von Kaffee oder Tee bewegt, wärmt, dynamisiert und beschleunigt die hilfreichen körperlichen Prozesse, der Stoffwechsel kommt ins Laufen. Ein Frühstück, das regelmässig aus Obst und Yoghurt besteht, hat diese Wirkung nicht.

Kalte Hände und Füsse, ein starker Süsshunger und eine chaotische Verdauung zeigen an, dass die notwendigen Energien auf diese Weise nicht aufgebaut werden. 

Gegen Abend hingegen, wenn das Yang – hier stellvertretend für alle Aktivität -  zur Ruhe kommen soll, ist die absenkende Wirkung kühlender Nahrung durchaus hilfreich. Der Rettich, in der chinesischen Küche in der Regel gedünstet, steht hier für das leichte, säftespendende Essen, das um diese Tageszeit angezeigt ist.

Die Unterscheidung in kühlende und wärmende Nahrungsmittel ist uns nicht so geläufig.

Ich will in den folgenden Beiträgen einige Nahrungsmittel chinesisch betrachtet vorstellen.

Ingwer – Frische Ingwerwurzel spielt eine prominente Rolle in der chinesischen Küche, es dürfte nur wenige Mahlzeiten geben, in denen Ingwer nicht auftaucht. Erstmals erwähnt wird Ingwer in Texten zur Diätetik des 2. Jahrhunderts.   Ingwer wird beschrieben als warm und scharf, die Funktionskreise Milz, Magen und Lunge stützend, in seiner Wirkung schweisstreibend, die Poren öffnend, die „Mitte“ und die Lunge erwärmend, Übelkeit beseitigend, Husten stillend, Schleim umwandelnd, entgiftend.

(Vgl.: Engelhardt/Hempen, Chinesische Diätetik, München 1997).

 

In Fleischbrühen und Suppen kocht man gerne ein Stück Ingwerwurzel mit, auf einen Zahnstocher gespiesst, lässt es sich leicht wieder herausfischen. Wenn der Ingwergeschmack stärker durchkommen soll – etwa bei geschmorten Gerichten – empfiehlt es sich, den Ingwer zu reiben oder sehr klein zu schneiden.

Ein Stück Ingwer in die Thermoskanne mit heissem Wasser gegeben ergibt einen wärmenden Trank, u.U. so stark wärmend, dass er im Übermass genossen austrocknend wirkt. Vorsicht!

Auch bei Erkältungen ist Ingwerwasser nur in der ersten Phase des Frierens und Klapperns angezeigt; wenn die Hitze ausbricht, zu kühlenden Säften übergehen  -  und ruhen.

Rettich – Rettich kennt man hierzulande vor allem als den „Radi“ zu bayrischen Brotzeiten, er ist als kühlendes Pendant zur Erhitzung durch Biergenuss willkommen. Damit sind seine Qualitäten jedoch nicht erschöpft.

 

In der chinesischen Diätetik wird er um 650 erstmals erwähnt, er gilt als eines der wichtigsten Gemüse, man kennt ihn frisch, gedünstet, eingelegt, getrocknet, auch Blätter und Blüten werden verwendet, die Samen auch in Arzneien.

 

Rettich wird beschrieben als kühl, scharf und süss; er stützt die Funktionskreise Magen und Lunge, er wirkt Hitze kühlend, Schleim umwandeld, hustenstillend, Säfte erzeugend, diuretisch, entgiftend, Verdauungsblockaden beseitigend (vgl.: Engelhardt/Hempen, Chinesische Diätetik, München 1997).

 

Rettich kommt bei uns meist roh auf den Tisch, schmeckt aber auch ausgezeichnet als gedünstetes Gemüse, er bleibt knackig und ist gedünstet leichter verdaulich; man kann ihn gut als Gemüse in den Schmortopf geben.

Bei Husten mit zähem Schleim, Halsschmerzen und Stimmverlust ist frischer Rettichsaft mit etwas Zucker hilfreich.

Kaffee – Der Genuss von Kaffee wird in der chinesischen Diätetik keineswegs gescholten. Zwar ist Kaffee eine vergleichsweise späte Entdeckung – vermutlich um 1440 in Athiopien – und kommt in den klassischen chinesischen Schriften noch nicht vor, in den neueren jedoch wird er beschrieben: er wärmt, ist vom Geschmack her bitter; er unterstützt den Funktionskreis Herz, wirkt diuretisch, stärkt die geistigen Kräfte, löst die Giftigkeit von Alkohol (vgl.: Engelhardt/Hempen, Chinesische Diätetik, München 1997).

 

Aber auch hier gilt: es ist eine Frage der Menge, der Qualität, der Tageszeit und vor allem der momentanen individuellen Befindlichkeit, die darüber entscheidet, ob Kaffee bekömmlich ist. Ein guter Expresso nach dem Essen genossen kann die Verdauung unterstützen, und das Stück bester Schokolade gehört dazu, schon des Genusses wegen.

Expresso wie gute Schokolade enthalten hilfreiche Bitterstoffe; aus anderen Nahrungsmitteln sind Bitterstoffe inzwischen systematisch herausgezüchtet worden: Salatgurken, Endivien, Chicoree, um nur einige zu nennen.

 

Karin Sitte, Ernährungsberatung (TCM),   karinsitte@aol.com   www.karinsitte.de
China-Initiative Heidelberg e.V.